Konflikte und Dankbarkeit – das passt doch gar nicht zusammen!

Ich blogge seit Mai 2016, also seit ca. 3 Monaten. Heute schreibe ich zum ersten Mal im Rahmen einer Blogparade. Zu Beginn stand ich vor der Herausforderung, einen Rahmen vorgegeben zu bekommen. Hui, das hat etwas mit mir und in mir gemacht! Gedanken wie „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, worüber ich schreibe“ oder „Über Dankbarkeit ist doch schon alles gesagt“ kamen dabei hoch. Ich habe sie wie Wolken am Himmel ziehen lassen und diesen Artikel geschrieben. Ein neuer Schritt aus der Komfortzone (ich habe das Gefühl, das wird langsam Dauerzustand ;-)).

Dankbarkeit kann Konflikte auflösen

Also habe ich mir überlegt, was Dankbarkeit und Konflikte miteinander verbindet. Meine größte Erkenntnis: DANKBARKEIT KANN KONFLIKTE AUFLÖSEN! Hört sich verrückt an? Ist es aber nicht!

Kennst Du das? Du hast ein Problem mit einem Kollegen, Deinem Trainer, jemandem aus dem Vereinsvorstand, aus dem Verband oder aus einem anderen Zusammenhang? Du gibst Dir alle Mühe, mit dieser Person klar zu kommen, bleibst höflich und sachlich, denn Du willst ja Dein Ziel erreichen. Diese Person scheint aber nicht das mindeste Interesse zu haben, sich mit Dir zu verstehen, geschweige denn, mit Dir darüber zu reden. Du hast das Gefühl, es ist eine aussichtslose Situation. Dann kann Folgendes helfen:

  1. Schreibe 8 bis 10 Dinge auf, für die Du am Anderen dankbar bist. Tu es, auch wenn es Dir noch so schwer fällt, weil Du ja gerade total sauer auf ihn/sie bist! Bist Du zum Beispiel ein Mitglied einer Mannschaft und hast einen Trainer, der Dich nie oder selten einsetzt, Du dauernd auf der Reservebank landest, obwohl Du weißt, dass Du saugut bist, dann überlege Dir zum Beispiel:
  •  Wo wärest Du heute ohne Deinen Trainer?
  •  Was kannst Du trotz allem noch von ihm lernen?
  •  Bist Du durch diesen Trainer in Deiner Leistung besser, in Deiner Persönlichkeit vielleicht reifer, stabiler geworden?
  •  Hatte der Trainer in früheren Zeiten vielleicht Verständnis für Deine privaten Sorgen, z.B. weil ein Familienmitglied schwer krank war und    Du Dich um dieses kümmern musstest/wolltest, und Dich ausnahmsweise vom Training befreit?

       2.    Wenn Du diese 10 Dinge aufschreibst, schreibe sofort auch dazu, WARUM Du dafür dankbar bist!

 

       3.    Danach lies Dir alles nochmal durch.

 

       4.    Und jetzt der wichtigste Teil der Übung: Geh in das GEFÜHL hinein, wofür und warum Du dankbar bist. Du musst es fühlen!

Die Übung ist angelehnt an Rhonda Byrnes Buch „The Magic“, vielleicht magst Du dort mehr dazu lesen.

  

Und als Bonus bekommst Du noch eine Übung für Dankbarkeit in Teams: Wenn das Mannschaftsgefüge etwas ins Schwanken geraten ist, kann folgende Übung zur Dankbarkeit Wunder bewirken. Aber Vorsicht, nur für Fortgeschrittene ;-)!

  1. Jeder überlegt, ob andere MannschaftskollgeInnen etwas gesagt oder getan haben, worüber man sich selbst gefreut hat. Das müssen keine großen Dinge gewesen sein. Vielleicht war es eine freundliche Geste, ein Lächeln, ein Hilfsangebot, eine Frage an Dich als ExpertIn für südindische Kochrezepte o.a.
  2. Nun schreibt jeder die Namen der MannschaftskollgeInnen auf, denen er aus irgendeinem Grund dankbar ist. Bei jedem Namen wird notiert, was der Betreffende gesagt oder getan hat. Oft halten wir solche Gesten für selbstverständlich, so dass wir nicht darüber sprechen. Diese Übung hilft, es anders zu machen.
  3. Ein Freiwilliger beginnt, geht mit seiner Liste im Kreis herum und bedankt sich bei den MannschaftskollgeInnen, deren Namen er notiert hat, für die Freundlichkeiten, die sie ihm erwiesen haben. Diejenigen, denen gedankt wird, hören schweigend zu und genießen :-).
  4. Nacheinander erhält jeder Teilnehmer die Gelegenheit, sich zu bedanken. Das ist natürlich kein Muss!
  5. In der abschließenden Auswertungsrunde werden die folgenden Kernfragen beantwortet:
  • Wie habe ich mich bei dieser Übung gefühlt, und wie fühle ich mich jetzt?
  • Fällt es mir leicht, mich zu bedanken?

Wenn Du Gefallen am Thema „Dankbarkeit“ gefunden hast und Dir die Übungen, die ich Dir vorgestellt habe, liegen, habe ich noch einen besonderen Vorschlag für Dich:

 

Schreibe Dankbarkeits-Tagebücher!

 

Je mehr Du in Übung bist, desto weniger solcher Situationen werden Dir begegnen, denn Dankbarkeit schließt Negativität aus!

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade von Susi Bartmann zum Thema "Dankbarkeit".

 

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