Konfliktcoaching leicht gemacht

Karsten liebt Tennis

Karsten liebt Tennis schon, seit er ein kleiner Junge ist. Mittlerweile ist er ein junger Mann und hat einen Traum:

die Landesmeisterschaften in seinem Bundesland zu gewinnen.

 

Es fehlt etwas zum Erfolg

Jede Woche trainiert er mehrmals bei seinem Coach Manfred, der ein sehr erfolgreicher ehemaliger Tennisspieler ist, viel Fachkompetenz hat und Karsten inhaltlich fast alles über Tennis beibringen kann.

Es gibt nur ein Problem: Manfred ist ein Trainer „alter Schule“. Er spricht wenig, und wenn, dann eher top-down. Er glaubt auch daran, dass seine Spieler durch Druck am besten werden.

Karsten fühlt sich dadurch zu wenig motiviert, und mit Druck kann er auch nur begrenzt umgehen. Fachlich hält er viel von Manfred und möchte ihn als Trainer auch nicht aufgeben. Trotzdem muss sich aus seiner Sicht etwas ändern.

 

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Was Lebensqualität mit Klarheit zu tun hat

Im Rahmen der Blogparade von Stefanie Ochs zum Thema „Lebensqualität“ wird es in meinem heutigen Artikel bei mir etwas persönlicher mit Aussicht auf ausgefallen ;-). Vielen Dank an Stefanie für die Initiative :-)!

Verbreitete Grundmotive

Lebensqualität ist per Definition die Empfindung, wie lebenswert man sein Leben selbst sieht, und ob man so lebt, wie man es sich vorstellt. Mit meinen Bedürfnissen nach Freiheit, Selbstbestimmung, zeitlicher Flexibilität (vor allem als Mutter) und der Sehnsucht, meine Berufung als Konfliktmanagerin und Kommunikationstrainerin zu leben, bin ich mit vielen anderen Unternehmerpersönlichkeiten in guter Gesellschaft. Das lese, sehe oder höre ich zumindest immer wieder in deren Beiträgen ;-). Das sind also meine Grundmotive, die für mich eine hohe Lebensqualität bedeuten. Auch eine gute körperliche Gesundheit ist ein absolutes Grundmotiv für meine Lebensqualität, für die ich auch viel mache und investiere, und für meine Klienten, die meist körperlich sehr aktiv sind, mit Sicherheit auch. Es kommen noch viele andere Aspekte dazu, die den Rahmen dieses Artikels jedoch sprengen würden.

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Interview mit Johannes Poscharnig

In meiner Interviewreihe habe ich heute einen besonderen Gast: Johannes Poscharnig aus Wien, Nationalfechter im österreichischen Team. Neben seinem Leistungssport arbeitet er unter anderem auch als Mentaltrainer für andere Sportler.

1. Wie kam es dazu, dass Du NLP-Mentaltrainer geworden bist? Was ist das eigentlich genau?

Alles begann mit einem gebrochenen Herzen mit 15 Jahren. Ich war als Sportler auf einem Trainingslager. Dort war auch ein Mädchen aus München, die ich toll fand, sie zu Beginn auch mich, sich aber dann für jemand anderen entschieden hat. Das wollte ich nie wieder erleben.

Ich habe deshalb begonnen, mich mit Kommunikationsmethoden und Mentaltraining zu beschäftigen um mein Selbstvertrauen zu stärken und meine Ängste, dass ich diese Erfahrung wieder erleben müsste, zu besiegen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir Mentaltraining und NLP auch sehr viel im Sport helfen. Ich wollte mein Wissen weitergeben und auch anderen Sportlern auf dem Weg auf die oberste Treppe helfen und die Chance geben sich mit Mentaltraining auseinander zu setzen. Draus ist der Sportmentalblog entstanden.

 

NLP beschäftigt sich mit der Veränderung unserer inneren Landkarten, über die wir die Welt wahrnehmen. Was und wie wir die Welt wahrnehmen ist nicht die Realität sondern etwas das wir nach dem Abgleichen mit unserer Landkarte glauben, als Realität bezeichnen zu können. Interne Landkarten bestehen aus Erfahrungen, Erlebnissen von früher, Werten, gesellschaftlichen Normen und aus Dingen, die wir irgendwo einmal aufgeschnappt haben.

 

Um den Bogen zurück zu meiner Geschichte zu spannen: dieses deutsche Mädchen, das ich im Trainingslager kennengelernt habe, war für mich eine dieser Erfahrungen, die alles verändert hat und sich so auch die Landkarte verändert hat. Als Sportmentaltrainer ist ein klassisches Beispiel ein Sportler, dem der Knopf aufgeht und er sein Können endlich abrufen kann. Er hat durch einen Moment seine interne Landkarte verändert. Ab diesem Zeitpunkt läuft es.

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Verstehen und verstanden werden als Vielbegabter

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Ideenhelden-Blogparade #lebensdurstigeideenhelden von Diana Grabowski (www.ideenhelden.com) und Yasemin Akdemir (www.lebensdurstig.de), die sich einen Monat lang den Themen Vielbegabung, Vielseitigkeit und Scannerpersönlichkeit widmet.

Jeden Tag werden dazu spannende Blogartikel, Videos und Podcasts veröffentlicht. Gestern gab es zum Beispiel einen Blogartikel zum Thema „Zufrieden und Vielbegabt oder vielbegabte Zufriedenheit?“ von Cordula-Maya Rosenberg. Morgen geht es weiter mit einem Blogartikel mit Video zum Thema „Ideen zu Ende denken mit der Disney-Strategie" von Susanne Speer.

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Wecken, was in uns schlummert

Dieses ist der Start zu einer Interviewreihe mit tollen Kollegen, die aus angrenzenden oder ergänzenden Berufsfeldern stammen. Den Anfang macht Aline Schmid, Achtsamkeitstrainierin aus der Nähe von Ludwigsburg.

1. Was hat Dich bewogen, Achtsamkeitstrainerin zu werden? Was war Dein innerster Antrieb?

Auf das Thema Achtsamkeit bin ich erstmals bewusst im Juni 2013 gestoßen. Zu dieser Zeit war ich selbst noch sehr unachtsam mit mir. Ich hatte eine leichte Erkältung über mehrere Wochen verschleppt. Statt mich zuhause mal richtig auszukurieren, bin ich weiter pflichtbewusst arbeiten gegangen. Damals war ich noch Social Media Managerin in einer Internetagentur, war mit einem großen Projekt betraut worden und wollte schlichtweg mein Team und die Kunden nicht hängen lassen. Aufgrund meiner eigenen starren Glaubenssätze habe ich einfach weiter "funktioniert".

 

So kam es, dass mir nach knapp zwei Monaten erstmals die Energie ausgegangen ist. Nicht mal die Wochenenden haben ausgereicht, um die Batterien wieder annähernd aufzuladen. Ich weiß nicht, ob ich es als "richtigen" Burnout bezeichnen würde, aber zumindest habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben körperlich und seelisch sehr erschöpft gefühlt. Das hat mich gleichzeitig erschreckt und traurig gemacht. So kraftlos kannte ich mich nicht, und so wollte ich nicht weitermachen.

 

Meine Mama hat mir daraufhin ein Buch empfohlen - "Timeout statt Burnout" von Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt. Ich habe mich beim Lesen sehr verstanden und abgeholt gefühlt, die Gedankenanstöße aus dem Buch haben bei mir ein erstes Umdenken bewirkt. Dann habe ich erfahren, dass die beiden Autoren auch eine einjährige Trainerausbildung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" anbieten. Da wusste ich: Das will ich machen! Selbst lernen, achtsamer im Arbeitsleben zu sein und dann mein Wissen an andere Menschen weitergeben, denen es ähnlich geht. So habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt und gerade einmal fünf Wochen später mit der Ausbildung begonnen.

 

Die einjährige Ausbildung hat vieles in Bewegung gesetzt. Nicht nur, dass ich durch die eigene, tägliche Achtsamkeitspraxis wieder neue Kraft geschöpft und eine "gesündere" Arbeitshaltung entwickelt habe. Ich würde sagen, ich habe mich selbst noch besser kennen gelernt, kann meine Stärken leichter erkennen und die ein oder andere Eigenheit von mir mit einem nachsichtigen Augenzwinkern akzeptieren. Ich nehme jetzt auch bewusster wahr, was ich brauche und weiß, was mir wirklich wichtig ist. Das erfüllt mich sehr, macht mich glücklich und zutiefst dankbar.

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Mein persönlicher Jahresrückblick 2016

Was für ein Jahr! Ja, was für ein Jahr war es denn für mich?

 

Ein gutes war es in jedem Fall. Ich war erfolgreich, habe meinen Umsatz vervielfacht, habe wieder viel gelernt, und ich weiß immer besser, wie ich am besten für andere Menschen da sein kann. Das geht nur, indem mir bewusst ist, was ich am besten kann. Auch daran habe ich intensiv gearbeitet. Neulich habe ich mal gehört, dass sich die Berufung ständig ändert, dass man nie aufhört, seine Berufung zu finden. Das kann ich nur bestätigen :-)!

 

Natürlich habe ich mein Kerngeschäft gemacht: bei Konflikten vermitteln. Darüber habe ich Euch ja in verschiedenen Blogartikeln Einblicke gegeben.

Ich war aber auch etwas anders unterwegs.

Mediative Austrittsinterviews

In einem 4-monatigen Projekt habe ich für ein großes Unternehmen Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern über ihre Austrittsgründe geführt. Dazu braucht es jede Menge empathische Fähigkeiten, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Das Projekt hat mich sehr interessiert, weil ich zum ersten Mal von einem Unternehmen hörte, das tatsächlich daran interessiert ist, etwas zu verändern, wenn auch erst zukünftige Mitarbeiter etwas davon haben werden. Bisher kannte ich aus eigener Erfahrung oder aus meinem Umfeld zwar Mitarbeiterbefragungen, die weitestgehend in irgendwelchen Schubladen landeten, jedoch nie die Befragung von bereits ausgeschiedenen Mitarbeitern. Bei diesen wurde vermutet, dass die Hemmschwelle, etwas Negatives zu sagen, niedriger ist, da sie keine Konsequenzen mehr fürchten müssen, was sich auch bestätigt hat. Das Unternehmen ist wirklich groß, und da es eine Branche betrifft, die naturgemäß von Fachkräftemangel betroffen ist, hatte ich sehr viele Gelegenheiten, Interviews zu führen. Die Ergebnisse werden dem Unternehmen helfen, konkrete Maßnahmen für positive Veränderungen zu ergreifen und die Mitarbeiterbindung zu erhöhen.

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Ich leide nur ein bisschen

Das Leben ist bunt, und meine Erfahrungen mit potentiellen Klienten auch :-). Heute geht es um Hinderungsgründe, einen Konflikt zu lösen. Und dafür gibt es ziemlich viele ;-).

Vor ca. zwei Monaten nahm ein junger Mann zu mir Kontakt auf. Er ist Mannschaftssportler und hat seit mindestens einem Jahr ein massives Problem mit einem Teamkollegen. Man sieht sich mindestens drei Mal in der Woche beim Training, allerdings wird der Konflikt durch das Mannschaftsgefüge gut verdeckt, die beiden sind so gut wie nie allein miteinander und können sich dadurch ganz gut aus dem Weg gehen. Dadurch gab es bisher auch noch keine Eskalation.

Der Leidensdruck war zu groß geworden

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Du bist hier nicht allein, Du Vollidiot!

Neulich hatte ich einen Klienten, der halb-professioneller Langstreckenläufer ist und sich einen Trainingsraum mit einem anderen Athleten teilt. Zum wiederholten Male wurde der Raum wie ein Saustall hinterlassen, Trainingsgeräte wiesen Schäden auf, aber wirklich darüber geredet wurde nicht. Im Laufe der Zeit war mein Klient immer wütender und hilfloser. Ergebnis war ein Gefühlsausbruch mit den Worten „Du bist hier nicht allein, Du Vollidiot!“. Solche oder ähnliche Situationen kommen im Alltag häufig vor, nicht nur im Sportbereich.

Ich habe ein paar wertvolle Tipps für Dich, wie Du am besten mit solchen Situationen umgehst:

 

Ein Mal tief Durchatmen, besser drei Mal :-).

 

Du kennst vielleicht den Spruch „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“. Bevor Du Deine Power, die Du in Deinem Sport täglich benötigst, in ein kräfteraubendes Streitgespräch steckst, ist der erste Schritt diese kleine Atemübung, womit Du Dich kurz aus der Situation herausziehen kannst:

 

Anleitung:

 

Schließ die Augen und leg eine Hand auf den Bauch. Stell Dir nun vor, wie Du gleich ein sehr konstruktives Gespräch mit Deinem Gegenüber führen wirst, z.B. dass Du ihn anlächelst, ihm die Hand gibst, Ihr Euch beide auf eine schöne, bequeme Sitzgelegenheit setzt mit einem leckeren Getränk dabei und ganz in Ruhe und freundlicher Atmosphäre Euer Problem besprecht. Stehen vielleicht ein paar schöne, wohlduftende Blumen auf dem Tisch? Atme dabei einfach ganz ruhig weiter.

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Konflikte und Dankbarkeit – das passt doch gar nicht zusammen!

Ich blogge seit Mai 2016, also seit ca. 3 Monaten. Heute schreibe ich zum ersten Mal im Rahmen einer Blogparade. Zu Beginn stand ich vor der Herausforderung, einen Rahmen vorgegeben zu bekommen. Hui, das hat etwas mit mir und in mir gemacht! Gedanken wie „Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, worüber ich schreibe“ oder „Über Dankbarkeit ist doch schon alles gesagt“ kamen dabei hoch. Ich habe sie wie Wolken am Himmel ziehen lassen und diesen Artikel geschrieben. Ein neuer Schritt aus der Komfortzone (ich habe das Gefühl, das wird langsam Dauerzustand ;-)).

Dankbarkeit kann Konflikte auflösen

Also habe ich mir überlegt, was Dankbarkeit und Konflikte miteinander verbindet. Meine größte Erkenntnis: DANKBARKEIT KANN KONFLIKTE AUFLÖSEN! Hört sich verrückt an? Ist es aber nicht!

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Warum hast Du mir das nie gesagt?

Auch in den Beziehungen von Sportlern kriselt es, welche Überraschung ;-).

 

Christine rief mich an, weil ihr Mann Christian, ein erfolgreicher Langstreckenläufer, nach 10 Jahren von ihr die Scheidung wollte. Ich kannte die näheren Umstände nicht und erfuhr erst in der Mediation, um die beide gebeten hatten, was das Problem war.

Grundsätzliche Bereitschaft

Vorab war ich sehr erfreut, dass beide Partner die Mediation als eine Möglichkeit ansahen, sich friedlich zu trennen, da dieses immer noch nicht selbstverständlich ist (ich wünschte, es wäre es ;-)). Das war auch das Erste, was ich ihnen in der ersten Sitzung gesagt habe.

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Was für`n Geist?

Kennt Ihr das auch? Beim Laufen kommen mir ganz oft die guten Ideen. Und heute, kaum aus den Trainingssachen raus, habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt.

 

Ich habe ganz viele Jahre geglaubt, dass es für mein Glück reicht, meinen Körper fit zu halten. Ich treibe ja eigentlich schon immer Sport: erst Volleyball, dann Judo, danach 18 Jahre recht erfolgreich Fußball im Verein, und dann eher Fitness, Yoga und Entspannungstechniken. Seit einiger Zeit ist die zelluläre Ebene dazu gekommen, d.h., ich weiß inzwischen auch, wie es mir gelingt, meinen Körper ernährungstechnisch optimal zu versorgen.

Zwischendurch gab es dann auch ein paar Ereignisse in meinem Leben, die mich dazu zwangen, mir auch die seelische Seite meines Daseins anzuschauen. Also habe ich wirklich tolle Seminare und Workshops besucht, etliche inspirierende Bücher gelesen, Meditation erlernt und konnte dadurch mein Leben weiter verbessern.

Auch den Geist kann man trainieren

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Streit als Erfolgsrezept?

Neulich lief mir ein Artikel aus dem „Tagesspiegel“ über den Weg. In einem Berliner Fußballverein, einem Regionalligisten mit Aussichten auf den Aufstieg in die Dritte Liga, setzt man auf eine verbreitete, aber für den Erfolg ungewöhnliche Form der Kommunikation. Trainer und Präsident bringen ihren Verein voran, indem sie anscheinend andauernd verschiedener Meinung sind. Ich kenne die genauen Umgangsformen nicht, aber offensichtlich geht es dort oft laut zu, die Fetzen fliegen, und man muss hartgesotten sein.

Die übliche Meinung

Das finde ich spannend. Grundsätzlich wird in unserer und auch in anderen Branchen immer „gepredigt“, dass nur eine wertschätzende, respektvolle Kommunikation für eine langfristig gute Beziehung und entsprechenden Erfolg sorgt.

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